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Wärmedämmung |
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Klassen der Wärmedämmung - Verluste in kWh pro qm
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Wärmedämmwiderstand von Strohballen
Durch ihre Masse, aber auch durch die guten Dämm-Eigenschaften des Materials Stroh erreichen (verputzte) Außenwände bei einer Stärke von 40 bis 50 cm einen U-Wert von 0,12 – 0,14 W/m2K . Das ist besser als Niedrigenergiehaus-Standard und auch besser als das, was Energiespar-(Fertig-) häuser mit gedämmten Wänden oder außenliegendem Vollwärmeschutz bieten.Bei Strohballen-Wänden sind eigentlich die Vorteile aus zwei unterschiedlichen Systemen kombiniert: in ihrem Erscheinungsbild ähneln sie den massiven Stein- und Lehmwänden, die vor allem in alten europäischen Bauernhäusern, mediterranen Villen und Lehmbauten zu finden sind. Was ihren guten U-Wert betrifft, kommen wiederum die Vorteile der hochdämmenden Leichtbauweise zum Tragen.
bisherige Wärmedämm-TestsDie spezifische Wärmeleitfähigkeit wird durch einen materialabhängigen Zahlenwert beschrieben (lambda, l) und gibt den Wärmestrom (in Watt) an, der pro m2 Oberfläche durch 1m eines Werkstoffs bei einem Temperaturgefälle von 1 Kelvin (entspricht 1° C) hindurchströmt. Gängiger und bekannter ist der Wärmedurchgangskoeffizient (k–Wert) für ein bestimmtes Bauteil (Wand, Dach, Boden, Fenster usw.). bisher geprüfte Wärmedämmwerte bei stehenden Ballen (wie für Ständerbauten verwendet) Überprüfung der spez. Wärmeleitfähigkeit (lambda–Wert) mit zusätzlichem 20%–Feuchtezuschlag (Rechenwert)
McCabe = University of Arizona bisher geprüfte Wärmedämmwerte bei liegenden Ballen (wie für lasttragende Bauten verwendet) Überprüfung der spez. Wärmeleitfähigkeit (l–Wert) mit zusätzlichem Feuchtezuschlag (Rechenwert)
Nova Scotia* = in diesem Fall wurde in einem bestehenden Haus die Wand gemessen Wärmeleitfähigkeit nach ÖNORMDa die oben beschriebenen Wärmedämmwerte in Tests ermittelt wurden, die für Europa aufgrund unterschiedlicher Testbedingungen nicht der hier üblichen Norm (ÖNORM, DIN, ISO) entsprechen und daher bei Baueinreichungen nicht verwendbar sind, wurden Strohballen unterschiedlicher Dichte im Rahmen dieses Projekts von der MA39 Versuchs– und Forschungsanstalt in Wien neu und der ÖNORM gemäß getestet.
Ausgleichsfeuchte* = gemäß ÖNORM in Trockenkammer gelagert Wärmeleitfähigkeit nach ISOUm den europäischen Normen zu entsprechen, wurden weitere Wärmeleitfähigkeitsuntersuchungen unter EU-Norm-Bedingungen durchgeführt. Auch diese Werte liegen trotz geringerer Dichte unter den amerikanischen Ballen. Mit den Messungen wurde die hohe wärmedämmtechnische Performance der Strohballen bestätigt: Weizenstrohballen: Rohdichte: 90 kg/m3, lambda 10 trocken= 0,0380
W/mK Da EU-weit der lambda10 trocken-Wert inkl. 20% Feuchtezuschlag als Referenzwert anzugeben ist, gilt für Weizen (Getreide-) Strohballen mit einem Raumgewicht von 90 kg/m3 (Durchschnittsdichte kleine Ballen): lambda 10 trocken: 0,045 W/mKDie Wärmeleitfähigkeit von Strohballen liegt damit exakt im Bereich anderer Nachwachsender Rohstoffe wie Schilfrohr, Flachsmatten, Korkplatten, Kokosmatten, Schafwolle aber auch Zellulose. Durch diese guten Dämmeigenschaften des Materials Stroh erreichen (verputzte) Außenwände bei einer Dämmstoff-Stärke von 35 cm und Gesamtstärke von 42 cm (inkl. Putzträger und Verputz) einen k-(U)Wert von 0,12 W/m2K (ca. 0,14 W/m2K in bezug auf die Gesamtkonstruktion bei Holzständerbauweise). Eine solche Konstruktion ist bereits Passivhausstandard (k ² 0,15 W/m2K).
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